Das Palais

Geschichte & Vision

1712 — Der Bau

Verborgen in den alten Mauern des Frankenbergschen Palais in Gotha liegt ein kleines Geheimnis: Bis heute ist der genaue Erbauer des barocken Palais nicht eindeutig überliefert. Nur die Jahreszahl 1712 im historischen Torbogen erinnert an die Zeit seiner Entstehung und lässt erahnen, welche Geschichten diese Mauern seit über 300 Jahren bewahren.

Das barocke Ensemble aus Palais, Gartenhaus und historischem Innenhof erzählt von der Pracht vergangener Jahrhunderte. Das originale Fugenpflaster im Innenhof bewahrt dabei den authentischen Charakter des Ortes und lässt die Geschichte unter jedem Schritt spürbar werden.

Der Freiherr und Goethe

Sylvius Friedrich von Frankenberg-Ludwigsdorff prägte als bedeutender Staatsmann des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg eine bewegte Epoche. Als Diener dreier Herzöge und enger Vertrauter des Hofes lenkte er die Geschicke des Landes mit Weitsicht und Einfluss. Sein Name ist bis heute untrennbar mit der Geschichte des Palais und Gothas verbunden.

In der Zeit Goethes war das Frankenbergsche Palais ein Ort des geistigen Austauschs und der Begegnung. Überlieferungen berichten, dass Goethe im Umfeld des Hauses verkehrte und mit den Persönlichkeiten jener Zeit verbunden war, die hier ein- und ausgingen.

Drei Generationen — Familie Kallinich

1934 gelangte das Frankenbergsche Palais in den Besitz von Carl Kallinich, der dem historischen Gebäude eine neue Zukunft gab. Über viele Jahrzehnte hinweg bewahrte die Familie das Palais durch bewegte Zeiten – auch während der DDR-Zeit, in der historische Bauten oft schwierigen Bedingungen ausgesetzt waren.

Mit der Wiedervereinigung begann eine neue Epoche: Die umfassende und denkmalgerechte Sanierung konnte Schritt für Schritt verwirklicht werden. Über drei Generationen hinweg widmete sich die Familie Kallinich der Aufgabe, Palais, Gartenhaus und Innenhof als einzigartiges Ensemble zu erhalten.

Heute führt Matthias Kallinich in dritter Generation dieses Erbe fort. Für das außergewöhnliche Engagement und die sorgfältige Restaurierung des Frankenbergschen Palais wurde ihm und der Familie Kallinich 2024 der Denkmalschutzpreis des Landkreises Gotha verliehen – eine Würdigung für Jahrzehnte der Leidenschaft, Ausdauer und Bewahrung eines besonderen Kulturdenkmals.

„Die Fassade lässt nicht ahnen, welches Kleinod sich mit dem Gartenhaus dahinter verbirgt."

Fassadenpreis 2023

Mit dem Gothaer Fassadenpreis 2023 wurde die aufwendige Restaurierung der historischen Straßenfassade des Frankenbergschen Palais ausgezeichnet. Die denkmalgerechte Farbgestaltung, die sorgfältige handwerkliche Ausführung und die Liebe zum Detail würdigen den gelungenen Abschluss einer über Jahrzehnte gewachsenen Sanierung und den Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals.

Quelle: gotha-aktuell.info // www.gotha-adelt.de

Denkmalschutzpreis 2024

Mit dem Denkmalschutzpreis 2024 würdigte der Landkreis Gotha das außergewöhnliche Engagement der Familie Kallinich für die denkmalgerechte Sanierung des Frankenbergschen Palais. Besonders hervorgehoben wurden drei Generationen, die das historische Ensemble mit großem Feingefühl, handwerklicher Sorgfalt und Respekt vor seiner Geschichte bewahrt und restauriert haben.

Quelle: offiziellen Pressemitteilung des Landkreises Gotha

Fassadenpreis 2023 und Denkmalschutzpreis 2024 würdigen herausragende denkmalgerechte Restaurierung.